Berliner CSD e.V. – Vorstand nimmt Stellung zu Rücktritten

Nachdem wir bereits berichtet haben, dass die CSD Berlin e.V. Vorstandsmitglieder Tatjana Meyer und Christian Knuth ihr Amt niederlegen und sämtliche Tätigkeiten für den Verein beenden, gibt es dazu jetzt eine offizielle Stellungnahme vom Verein.

Die verbleibenden Mitglieder des Vorstandes Monique King, Alexandra Knoke und David Staeglich haben eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlicht, in der versucht wird zu erklären,

Liebe Mitglieder,
wir möchten euch über den Rücktritt unserer beiden Vorständ*innen Tatjana Meyer und Christian Knuth informieren. Das Rücktrittsschreiben, das die beiden gestern veröffentlicht haben, findet ihr hier.
Dazu nehmen wir wie folgt Stellung:
Wie bereits auf den letzten Mitgliederversammlungen mehrfach beschrieben bestätigen wir gerne, dass Vorstandsmeetings nicht nur im Kreise der fünf Vorstände abgehalten werden, sondern auch zusammen mit Bereichsleitungen, was zu fruchtvollen Diskussionen und wertvollem Erfahrungsaustausch führt. Warum diese langjährige Expertise nicht nutzen? Beschlüsse von rechtlich bindender Relevanz werden selbstverständlich nur vom Vorstand getroffen, die Berater*innen haben dabei keinerlei Stimmrecht.
Wir sind der Ansicht, dass sich Ehrenamt und Professionalität nicht ausschließen, im Gegenteil: Für uns gehen Professionalität und Ehrenamt Hand in Hand, was sich auch im Engagement vieler Teammitglieder bewiesen hat. Besonders dank der vielen professionell und kompetent arbeitenden Ehrenamtlichen war es dem Berliner CSD e.V. möglich, die immensen Schuldenberge der letzten Jahre abzubauen und den Verein zu konsolidieren. Diesen erfolgreichen Weg verfolgen wir selbstverständlich weiter.
Wir erleben in den letzten zwei Jahren keineswegs einen Teamschwund, sondern eine normale Fluktuation der Aktiven. Seit 2017 beteiligen sich tatsächlich wieder mehr Ehrenamtliche an der Vereinsarbeit. Beim CSD 2017 konnten wir dank des ehrenamtlichen Engagements von Enough is Enough sogar eine Rekordzahl von Volunteers beim CSD Berlin begrüßen.
Wir beschäftigen einen Hauptamtlichen, unseren Projektleiter. Zudem greifen wir seit Jahren auf externe Dienstleister*innen zurück, um den wachsenden Anforderungen einer Demonstration und Kundgebung dieser Größenordnung gerecht werden zu können – vor allem in solchen Bereichen, die nicht hinreichend durch ehrenamtliche Tätigkeit ausgefüllt werden können.
Wir haben Arbeitsstrukturen entwickelt und nutzen Tools, die den Informationsaustausch verbessern, transparentes Arbeiten fördern und es ermöglichen, die Arbeitsprozesse der beteiligten AGs nachzuverfolgen. Um zudem Zuständigkeiten, Arbeitsabläufe und interne Kommunikation zu optimieren, haben wir Anfang Februar eine Klausurtagung abgehalten.
Wir bedauern, dass es jetzt zu dieser Form von Auseinandersetzung gekommen ist, respektieren aber die Rücktrittsentscheidung von Tatjana und Christian.

Liebe Grüße Eure Vorständ*innen

Alexandra, Monique und David

Auf Interview-Anfragen gab es bisher keine Reaktionen, aber wir halten euch auf dem Laufenden.

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